Über mich
... meine Blechvögel und ich
Sei gegrüßt - herzlich willkommen auf meiner Seite! Bestimmt bist Du neugierig, wer den ganzen Kram hier verbrochen hat! Ich heiße Daniel alias "Hauptstadt-Schwalbe" und lebe im Speckgürtel Berlins.
Angefangen hat alles mit meiner ersten Simson Schwalbe im Jahr 2007. Ausgelöst wurde mein "Vogel-Virus" durch einen Schulkameraden, der mit seiner blau-metallicfarbenen Schwalbe immer zur Schule kam. Aber ich gebe zu, dass mich die Blechvögel aus Suhl schon vorher immer fasziniert haben. Meine erste Schwalbe mit dem Namen "Gerti' kaufte ich über Ebay aus Braunschweig. "Gerti" wurde so von ihrem Vorbesitzer genannt. Bei mir bekam sie noch einen zweiten Vornamen, so dass sie schließlich "Else-Gerti" getauft wurde. Mit ihr habe ich in dieser Zeit viel erlebt. Das meiste über die Schwalbe-Technik habe ich mit und von ihr gelernt! :-)
Eine besonders große Hilfe waren mir außerdem mein Großvater und das Schwalbennest.de.
Mein Großvater kannte sich zwar genauso wenig mit dem Ostvogel aus wie ich, aber gemeinsam erarbeiteten wir uns die gesamte Technik. Geduldig stand er zu dieser Zeit immer an meiner Seite und arbeitete mit mir gemeinsam an meinem manchmal doch sehr launischen Blechvogel.
Im Schwalbennest las ich zunächst als stiller User viel mit, versuchte mich an einfachen Wartungsarbeiten wie der Vergaser-Reinigung oder dem Schmieren von Antriebskette und Ritzeln. Dank des Schwalbennests machte ich schnell Fortschritte und konnte auch unterwegs bei kleineren Problemen immer eine Lösung zur Weiterfahrt finden. Der Forum-Gemeinde vom Schwalbennest bin ich daher sehr dankbar!
Auch heute noch schaue ich ab und an vorbei.
In fast allen Simsonforen bin ich als 'Hauptstadt-Schwalbe' unterwegs.
Mit der Zeit wurden es immer mehr Blechvögel, denn es hatte sich mittlerweile auch in der Nachbarschaft herumgesprochen, dass ich an Simson Schwalben schraube. So schenkte mir ein Nachbar mal eine alte und kaputte Schwalbe, der nächste einen originalen Auspuff und so ging es immer weiter.
Mein Fuhrpark wurde mit der Zeit immer größer, so dass meine Werkstatt, die gleichzeitig auch als Abstellort für meine Schwalben genutzt wurde, aus allen Nähten platzte. Ich war infiziert vom "Vogel-Virus"! :-)
Noch heute versuche ich mit den fahrbereiten Schwalben Touren zu fahren und sie in Schuss zu halten, dabei aber auch gleichzeitig meine Website Schwalbepilot.de aktuell zu halten. Da das natürlich alles zeitintensive Hobbies sind, gelingt mir das nicht immer. Der Schwalbe werde ich jedoch auch in Zukunft treu bleiben!
Im Laufe der Zeit entwickelten sich auch viele Kontakte in die Simson-Szene, so z.B. zu » Doccolor (Lackierer aus dem Schwalbennest.de) oder zu » Schwalbenpaula von Schwalbe-fahren.de, mit der die Moskitos sogar schon mal im Fernsehen zu sehen waren.
Diese Website sollte ursprünglich ausschließlich für mich eine Art Informationssammlung rund um das Thema Simson Schwalbe werden. Mit der Zeit wurde diese Seite so umfangreich, dass ich die darin enthaltenen Informationen rund um die Simsonfahrzeuge auch allen anderen Piloten, insbesondere Neueinsteigern, zur Verfügung stellen wollte - so ist Schwalbepilot zu dem geworden, was es heute ist.
Genug über mich, jetzt zu den eigentlichen Stars meines Hobbies!
Darf ich vorstellen - hier kommen meine Ladys...
Else-Gerti | KR 51/2E
Darf ich vorstellen - „Else-Gerti“ - Jahrgang 1983 -Modell KR51/2E. Sie war meine erste Schwalbe und hat mich lediglich 380 Euro gekostet. Das waren im Jahr 2007 noch Preise! :-) Vom Vorbesitzer war sie bereits auf den Namen „Gerti“ getauft worden, denn selbstverständlich hat jede Schwalbe auch einen eigenen Namen – und auch ein eigenes Temperament. Ihren Unmut über den Umzug von ihrem bisherigen Wohnort Braunschweig nach Berlin zeigte mir „Gerti“ relativ schnell, in dem sie kurz nach dem Kauf massive Zündaussetzer bekam. Heute wäre die Fehlersuche für mich wahrscheinlich kein allzu großes Problem – damals, als absoluter Neueinsteiger, hat es mich mehrere nervenaufreibende Wochenenden gekostet. Verantwortlich für die Zündaussetzer war schlussendlich ein mangels Schmierung verschlissener Unterbrecherkontakt auf der Grundplatte der Zündanlage! Kleines Bauteil, große Wirkung! „Gerti“ erhielt nach der Übernahme vom Vorbesitzer einen Doppelnamen und wurde in „Else-Gerti“ umbenannt. Sie besaß eine nicht mehr originale capriblaue Lackierung und war insgesamt aber in einem recht guten Allgemeinzustand. Leider war die Freude aber nur von kurzer Dauer! So wurde mir „Else-Gerti“ in der Nacht zum 16.07.2009 von ihrem Stellplatz durch unbekannte Diebe entwendet und ist bis heute nicht mehr aufgetaucht. Die Hoffnung sie wiederzufinden, habe ich aber noch immer nicht aufgegeben!
Chantal | KR51/2E
Nachdem mir meine „Else-Gerti“ im Jahr 2009 gestohlen wurde, konnte ich meinem Schwalbe-Hobby zunächst nicht mehr nachgehen. Als sich abzeichnete, dass die polizeilichen Ermittlungen zum Diebstahl von „Else-Gerti“ relativ schnell eingestellt wurden, kam in mir erneut der Wunsch nach einer Schwalbe auf. Denn so schnell wollte ich mir den Spaß an meinem Hobby nicht vermiesen lassen. Es dauerte nicht lang, da stieß ich beim Durchstöbern von Ebay und Co auf eine saharabraune Schwalbe aus der Nähe von Magdeburg. Es handelt sich um eine KR 51/2E, Baujahr 1984. Sie stammte aus Erstbesitz und war 1991 letztmalig im Straßenverkehr bewegt worden. Mangels geeigneter Transportmöglichkeiten blieb mir nur die Fahrt mit „Chantal“ von Magdeburg in ihr neues Zuhause nach Berlin. Vielleicht ein wenig zu optimistisch, denn schon nach 10 Kilometern verweigerte „Chantal“ ihre Mitarbeit. Mit ein wenig Schwalbe-Erfahrung konnte ich einen völlig verschmutzen Vergaser als Fehlerquelle schnell ermitteln. Nach kurzer Reinigung war daraufhin eine Weiterfahrt mit originaler Pneumant-Bereifung (… nicht ganz ungefährlich!) bis nach Berlin ohne weitere Zwischenfälle möglich. Selbstverständlich ist sie mittlerweile technisch vollständig überprüft und teilerneuert worden. Sie läuft nun in jeder Saison sehr zuverlässig.
Schwester Agnes | KR51/2E
Infiziert mit dem „Schwalbevirus“ war relativ schnell klar, dass „Chantal“ eine Schwester bekommt. Über ein Zeitungsinserat in der Lokalzeitung „Brawo“ (Havelland / Brandenburg) bin ich auf eine teilzerlegte, aber vollständige, billardgrüne KR51/2 E aufmerksam geworden. Nur 150,- Euro kostete mich „Schwester Agnes“. Durch den teilzerlegten Zustand war eine Abholung aus Rathenow mit dem Auto kein Problem. „Schwester Agnes“ hat eine kleine Besonderheit. Sie verfügt über eine originale Zugvorrichtung mit Rückleuchten-Abschaltkontakt für die DDR-Mopedanhänger (MKH-Serie) aus Heldrungen. Einen geeigneten MKH-M2 Anhänger habe ich mir dann später noch dazugekauft. Darüber hinaus besitzt „Schwester Agnes“ zwar ein Blechkleid mit originaler Lackierung, allerdings sollte aufgrund des billardgrünen Lacks eigentlich ab Werk eine elektronische Zündanlage verbaut sein, wodurch sie das Luxusmodell der Schwalbe, eine KR 51/2 L, hätte sein müssen. Tatsächlich wird sie durch eine Unterbrecherzündanlage mit 6-Volt-Bordelektrik angetrieben. Rein technisch gesehen handelt es sich also um eine KR 51/2 E im Blechkleid einer KR51/2 L. Auch ihr originaler Typschein belegt, dass „Schwester Agnes“ eigentlich eine KR 51/2 L ist. Laut meiner Recherche waren derartige Abweichungen nicht unbedingt ein Einzelfall. Aufgrund der Mangelwirtschaft in der Deutschen Demokratischen Republik wurde stets das verbaut, was ab Werk vorrätig war. Da bei der Montage von „Schwester Agnes“ offenbar keine elektronischen Zündanlagen vorrätig waren, wurde kurzerhand einfach eine Unterbrecherzündanlage verbaut. Wie dem auch sei – „Schwester Agnes“ war mein erster vollständiger Neuaufbau. Sie läuft seitdem absolut zuverlässig bei Wind und Wetter. Auch als Zugfahrzeug für den MKH-Anhänger hat sie sich bewährt.
Gertrud | KR51/1S
„Gertrud“ ist etwas ganz Besonderes. Sie zählt zu den wenigen Exemplaren der S-Reihe, dem Sondermodell mit Halbautomatik-Motor, einer halbautomatischen Fliehkraftkupplung. Sie stammt aus Erstbesitz und hatte bis dato die Gegend um Halle an der Saale unsicher gemacht. Bezahlt habe ich 350,- Euro – ganz klar ein Schnäppchen für so ein Sondermodell. Leider besitzt sie nicht mehr die originale Lackierung, dafür aber eine optisch ansprechende Lackierung aus DDR-Zeiten. Denn auch sie hat eine weitere Besonderheit. Bei ihr handelt es sich um ein Unfallfahrzeug, das bereits zu DDR-Zeiten mit einem Austauschrahmen neu aufgebaut worden ist. Entsprechende Eintragungen im originalen Registrierschein mitsamt Stempelnachweis der Volkspolizei belegen dies. Vom Fahrkomfort her ist ein solches Schwalbe-Modell unschlagbar. So erfolgt der Kupplungsvorgang über Fliehkraftgewichte. So muss der Fahrer lediglich durch gefühlvolles Betätigen der verstärkten Schaltwippe eine von drei Gängen anwählen und anschließend die Motordrehzahl durch Drehen des Gashahns erhöhen. Leider wurden von diesem Modell nur sehr wenig Exemplare gebaut – und die wenigen existierenden Exemplare sind mittlerweile äußerst gefragt und häufig in einem eher schlechten Zustand. Problematisch ist auch die mitunter schwierige Ersatzteilversorgung, da durch den besonderen Schalt- und Kupplungsmechanismus teilweise andere Bauteile benötigt werden, die nicht mehr produziert werden.
Rosvita | KR51/2E
„Rosvita" ist Schwalbe Nr. 5 und stammt, genau wie „Chantal“ und „Gertrud“, aus Erstbesitz. Diese Schwalbe ist Jahrgang 1985, eine der letzten, und besitzt noch ihre originale biberbraune Lackierung. Bevor sie zu mir nach Berlin kam, machte sie die Gegend um Zahna bei Wittenberg unsicher. Auch wenn Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt, gefiel mir das biberbraune Blechkleid schon immer auf eine ganz besondere Art und Weise. Liebevoll in der Simsonszene gerne auch als „Kackbraun“ oder „Durchfall“ betitelt, ist dieser Farbton ein ganz besonderer Eyecatcher und genießt schon allein wegen der markanten Optik Kultstatus. „Rosvita“ wurde von mir in einem nicht fahrbereiten Zustand erworben und nach dem Kauf über mehrere Wochen und Monate hinweg vollständig zerlegt und neu aufgebaut. Nur die originale Lackierung durfte natürlich bleiben! Mit ihr bin ich schon die ein oder andere Tour gefahren. Sie läuft noch immer zuverlässig und zieht die Blicke von Passanten auf sich.
Svetlana-Doreen | KR51/1K
"Svetlana-Doreen", eine KR51/1 K auf dem Jahr 1977, hat bereits viele Jahre im Berliner Großstadtverkehr hinter sich. In einem eher schlechten Allgemeinzustand kaufte ich sie einem Bekannten für 150,- Euro ab. Fahrbereit war sie zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr. Auch der Motor wies schwere Schäden auf, so dass ich mich für eine vollständige Motorregeneration bei der Firma „Dumcke“ in Aue entschied. Auch der vordere Schwingenträger, im Prinzip die gesamte Vorderachse, wies Unfallschäden auf, so dass auch diverse grundlegende Rahmenbauteile von mir erneuert werden mussten. Aufgrund von Zeitmangel dauerte ihr aufwendiger Neuaufbau mehrere Jahre. Der hohe Arbeitsaufwand, aber auch die hohen Kosten für Ersatzteile, haben sich jedoch im Großen und Ganzen durchaus gelohnt. Durch den vollständig überarbeiteten und regenerierten Motor lief "Svetlana-Doreen" sehr zuverlässig. Aufgrund von Platzmangel in meiner Werkstatt musste ich mich im Jahr 2017 von ihr trennen. Doch sie kam in gute Hände – auch heute noch treibt sie ihr Unwesen in der Nähe meines Wohnortes, so dass sie mir schon mehrfach im Alltag begegnet ist.