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Thema: Bremswirkung?

  1. #1

    Bremswirkung?

    Hallo, habe bei meiner K51/2 die Bremsbeläge gewechselt (mittlerweile schon der 2. Satz Beläge), weil die alten nichts mehr waren und kaum Bremswirkung hatten. Ich habe die Trommeln gründlich gereinigt und die neuen Beläge eingebaut. Die Bremse hat auch sofort "Druck" aber bremsen tut nichts. Also ich kann fast bis zum Abriss des Zuges oder des Pedals bremsen aber mit bremsen hat das nicht wirklich was zu tun. Die Flächen der Trommeln sehen eigentlich noch sehr gut aus.
    Ein Blockieren des Hinterrad es ist bei allem Bemühen z. B. unmöglich.
    Hat jemand ne Idee oder ist das normal, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann.
    Viele Grüße Markus

  2. #2
    Moderator Simsonhochglanzpolierer Avatar von Simsonmatze
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    Hi!

    Du stehst jetzt am Anfang eines seeehr langwierigen Prozesses.

    Neue Bremsbeläge müssen sich erst auf die Trommel "einschleifen". Das kannst du beschleunigen, indem du die Beläge mit Kreide einreibst, dann einbaust und paar mal aus langsamer Fahrt bis zum Stillstand bremst (aufgebocktes Rad nur "anschubsen" und wieder abbremsen sollte auch klappen). Wenn du die Beläge jetzt wieder ausbaust wirst du sehen, dass nur an wenigen Stellen die Kreide weg ist, dort liegt die Bremsbacke an der Trommel an wenn du bremst. Jetzt nimst du dir feines Schleifpapier und schmirgelst vorsichtig etwas von diesen Stellen ab. Dann reibst du die Backen erneut mit Kreide ein und beginnst den Vorgang von vorn. Das ganze wiederholst du so lange bis nach dem Ausbau keine Kreide mehr zu sehen ist. Dann greift die Bremse auch richtig.
    Dennoch solltest du von der vorderen Bremse nicht zuviel erwarten, die ist schon immer etwas "schwach".
    Wer da mehr möchte, dem sei der Umau auf außenliegenden Bremshebel empfohlen. Eine passende Anleitung schwirrt glaube ich hier irgendwo im Forum rum.

    MfG

    Matze
    Geändert von Simsonmatze (30.03.19 um 19:12 Uhr) Grund: groben Verfahrensfehler entfernt
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  3. #3
    Simsonpilot Avatar von Hunter65
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    Hallo Matze,

    Nicht die Stellen bearbeiten, wo noch Kreide ist, da liegen die Backen ja nicht an der Trommel an, sondern die Stellen, an denen die Kreide weg ist.

    Ein Tipp sind EBC-Bremsbeläge, die haben etwas mehr „Fleisch“.
    Der Umbau auf außenliegenden Bremshebel hat bei meiner Schwalbe auch viel gebracht!

    Servus

    Hunter
    ... gesendet von meiner Rechenmaschine mit Klapper-Talk

  4. #4
    Moderator Simsonhochglanzpolierer Avatar von Simsonmatze
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    Stimmt, mein Fehler. Vielen Dank!

    Werd das gleich mal noch korrigieren.


    MfG

    Matze
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  5. #5
    Simsonpilot Avatar von Hüllebrülle
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    Auch wichtig ist, vorallem beim Hinterrad, die Stellung des Bremsnocken. Dieser sollte möglichst beim Betätigen 90° haben, also im Lot nach unten zeigen, sobald die Bremsbeläge die Trommel berühren.

    Noch wichtiger als die Bremstrommel zu reinigen ist es dass die Bremsbeläge 1000%tig fettfrei sind. Also wirklich nicht mit fettigen Fingern drauf rumtatschen und direkt vor dem Einbau die Bremsbeläge mit Bremsenreiniger fluten und gut mit einem fettfreien Lappen abrubbeln.

    Beim Einbau: Die Bremse in die Trommel setzen, Achse durchschieben, leicht per Hand andrehen. Nun wird die Bremse betätigt und festgehalten. Dabei wird jetzt die Achse festgezogen.

    Wenn ich neue Bremsbeläge kaufe, dann nur noch EBC.
    Geändert von Hüllebrülle (31.03.19 um 09:21 Uhr)

  6. #6
    Flugschüler
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    Zu beachten sind noch die Durchmesser.
    Die Trommel hat 125 mm. Der Backendurchmesser sollte maximal 124,6 mm haben, Hat er weniger (min. 123,6) werden Beilagen auf die Backen gelegt (am Ende, wo die Backe gegen den Nocken drückt). Dadurch kann man die Backen bis zu einer Dicke von ca. 2 mm abnutzen. Man braucht also nicht immer gleich neue Backen kaufen.
    Die Beilagen gibt es mit Dicken von 1 mm, 1,5 mm und 2mm.
    Ich korrigiere oft auch so, das ich zwischen Backe und Beilage auf beiden Seiten gleich dicke Unerlegscheiben lege.

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