RedBull Vogelfrei 2024 - ein kleiner Rückblick
Veröffentlicht von Daniel von Schwalbepilot.de in Simson Veranstaltungen · Samstag 22 Jun 2024 · 6:00
Am 22. Juni 2024 lag mal wieder Zweitaktduft in der Luft.
Nach sechs Jahren Pause fand bereits zum vierten Mal das in der Simson-Szene einmalige Großevent mit 300 Simsonpiloten und zahlreichen Schaulustigen statt - das legendäre Red Bull Vogelfrei!
Bei bestem Zweiradwetter durften in diesem Jahr die Teilnehmer mit Originalen und originellen Simson-Umbauten eine Ehrenrunde auf dem Sachsenring drehen, einer Hochgeschwindigkeitsrennstrecke, die zwischen Zwickau und Chemnitz liegt und normalerweise ausschließlich den Rennsportprofis mit ihren PS-starken Boliden vorbehalten ist.
Auch Stefan Bradl, MotoGP-Star und Testfahrer für Honda, ließ es sich nicht nehmen, sich mit seiner Schwalbe unter die Teilnehmer zu mischen und den Sachsenring mal aus der Blechvogelperspektive mit geballten 3,6 PS kennenzulernen.
Denn im Gegensatz zu den Rennsportveranstaltungen, bei denen der 34-Jährige alles aus seinem Fahrzeug herausholt, ging es diesmal nicht um das Erreichen der maximalen Höchstgeschwindigkeit.
Nach sechs Jahren Pause fand bereits zum vierten Mal das in der Simson-Szene einmalige Großevent mit 300 Simsonpiloten und zahlreichen Schaulustigen statt - das legendäre Red Bull Vogelfrei!
Bei bestem Zweiradwetter durften in diesem Jahr die Teilnehmer mit Originalen und originellen Simson-Umbauten eine Ehrenrunde auf dem Sachsenring drehen, einer Hochgeschwindigkeitsrennstrecke, die zwischen Zwickau und Chemnitz liegt und normalerweise ausschließlich den Rennsportprofis mit ihren PS-starken Boliden vorbehalten ist.
Auch Stefan Bradl, MotoGP-Star und Testfahrer für Honda, ließ es sich nicht nehmen, sich mit seiner Schwalbe unter die Teilnehmer zu mischen und den Sachsenring mal aus der Blechvogelperspektive mit geballten 3,6 PS kennenzulernen.
Denn im Gegensatz zu den Rennsportveranstaltungen, bei denen der 34-Jährige alles aus seinem Fahrzeug herausholt, ging es diesmal nicht um das Erreichen der maximalen Höchstgeschwindigkeit.

Stefan Bradl hat sichtlich Spaß mit seiner Schwalbe auf dem Sachsenring.
© www.RedBull.com / Marcel Lämmerhirt / Red Bull Content Pool
Vielmehr waren für die Teilnehmer Kreativität, Geschicklichkeit und Kraft gefragt, um die insgesamt sechs Wertungsprüfungen auf dem etwa 50 Kilometer langen Rundkurs von Hohenstein-Ernstthal über St. Egidien, Glauchau, Niedermülsen, Mülsen, Hohndorf und Gersdorf zurück nach Hohenstein-Ernsttahl möglichst mit Bestwertung zu absolvieren.

Der Streckenverlauf vom Red Bull Vogelfrei 2024.
© www.RedBull.com / Red Bull Content Pool
Angelehnt an die Internationale Sechstagefahrt, dem "Six Days", einer der wichtigsten Motorsportveranstaltungen im Endurosport, mussten besondere Challenges bewältigt werden.
Die erste Herausforderung war der "Slowmotion-Boxenstopp", bei dem die Teilnehmer mit ihrem Gefährt in der Boxengasse einen Parcours möglichst langsam durchfahren mussten.
Die erste Herausforderung war der "Slowmotion-Boxenstopp", bei dem die Teilnehmer mit ihrem Gefährt in der Boxengasse einen Parcours möglichst langsam durchfahren mussten.

Wertungsprüfung "Slowmotion-Boxenstopp".
© www.RedBull.com / Marcel Lämmerhirt / Red Bull Content Pool
Auf dem Marktplatz in Glauchau fand das "Schlag den Simson Star" statt, eine Art "Hau den Lukas", bei dem die Teilnehmer Ihre "Schlagkraft" unter Beweis stellen mussten.

Wertungsprüfung "Schlag den Simson Star".
© www.RedBull.com / Marcel Lämmerhirt / Red Bull Content Pool
Wer dann noch genug Reserven übrig hatte, konnte anschließend beim "Motoren-Weitwurf" zeigen, wie knapp 13-Kilo Alu-Guss möglichst weit durch die Luft gleiten können.
Bei der nächsten Herausforderung "G(eh)-Kraft" hieß es - "Wer seinen Roller liebt, der schiebt!". So mussten die Teilnehmer ihr Kultblech ohne Motorkraft eine 17-prozentige Steigung hinaufschieben, was in Anbetracht des sommerlichen Wetters durchaus den ein oder anderen die Schweißperlen auf die Stirn trieb.
Bei der nächsten Herausforderung "G(eh)-Kraft" hieß es - "Wer seinen Roller liebt, der schiebt!". So mussten die Teilnehmer ihr Kultblech ohne Motorkraft eine 17-prozentige Steigung hinaufschieben, was in Anbetracht des sommerlichen Wetters durchaus den ein oder anderen die Schweißperlen auf die Stirn trieb.

Wertungsprüfung "G(eh)-Kraft".
© www.RedBull.com / Marcel Lämmerhirt / Red Bull Content Pool
Denn trotz aller Widrigkeiten galt es, die Punkterichter von der eigenen Leistung zu überzeugen, um eine möglichst hohe Gesamtpunktzahl bei den doch recht ungewöhnlichen Challenges zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund hatte Schwalbepilot.de die einmalige Gelegenheit, MotoGP-Star Stefan Bradl und Daniel Auerwald, Veranstalter des Red Bull Vogelfrei, im Rahmen eines schriftlichen Interviews exklusiv Fragen zu stellen.
Frage Schwalbepilot
Bereits zum 4. Mal findet das Red Bull Vogelfrei statt. Wie ist die Idee zur Veranstaltung entstanden und wie kommt man auf solche abgefahrenen Challenges?
Antwort Herr Auerwald:
Das Ganze ist im Winter 2013 entstanden. Wir waren schon länger mit Red Bull in Kontakt und haben immer mal wieder Sachen zusammen gemacht. Einmal waren wir Snowmobilfahren am Fichtelberg. Da kam die Idee einer Mofa-Rallye über die Alpen mit Vespas auf. Kurz vorher war ich auf einer Motorradmesse in Dresden, dort hatte ich ein Plakat zum nahenden 50. Geburtstag der Schwalbe gesehen. Da dachte ich mir: Wir brauchen keine Vespas, wir haben doch mit der Schwalbe den Klassiker im eigenen Land. Wir feiern also in Suhl den 50. Geburtstag der Schwalbe mit den Vogelfreunden. So war Red Bull Vogelfrei geboren. Die Challenges basieren übrigens auf dem legendären Sechs-Tage-Enduro-Rennen "Six Days". Zudem lassen wir uns immer wieder etwas Neues einfallen: So gab es dieses Jahr erstmals "Schlag den Simson-Star". Wir haben aber noch "G(eh)-Kraft", "Motoren-Weitwurf" und viele weitere Sachen.
Frage Schwalbepilot
Wie viele Fahrzeuge / Teilnehmer und wie viele Zuschauer werden dieses Jahr beim Red Bull Vogelfrei erwartet?
Antwort Herr Auerwald:
Red Bull Vogelfrei ist ein Teilnehmerevent, um allen einen schönen Tag zu bescheren. Die Teilnehmer sollen Spaß haben und sich freuen. Wir haben die Veranstaltung auf 300 Teilnehmer limitiert und waren ausverkauft. Zuschauerzahlen lassen sich nur schwer durch das weitläufige Gelände einschätzen. Wenn die bunte Herde durch die Ortschaften fährt, freuen sich jedenfalls sehr viele, die am Straßenrand stehen und winken. Das Wetter hat perfekt mitgespielt.
Frage Schwalbepilot
Welche Teilnehmer-Simson ist Ihnen als schönstes oder besonders aus der Masse hervorstechendes Fahrzeug in Erinnerung geblieben? (besonderer Umbau, Lackierungen etc.)?
Antwort Herr Auerwald:
Es waren viele lustige Mopeds dabei. Auch kreative Leute waren mit am Start. Einer von ihnen ist im Surfer-Look mit Flip-Flops und Muskelshirt gekommen - zudem hatte er ein Surfbrett an der Seite befestigt. Es waren auch viele Duos auf Basis der Schwalbe dabei. Lag wohl auch daran, weil die Lokalhelden Günther und Hindrich ebenfalls mit ihrem Duo mitgefahren sind.
Vor diesem Hintergrund hatte Schwalbepilot.de die einmalige Gelegenheit, MotoGP-Star Stefan Bradl und Daniel Auerwald, Veranstalter des Red Bull Vogelfrei, im Rahmen eines schriftlichen Interviews exklusiv Fragen zu stellen.
Frage Schwalbepilot
Bereits zum 4. Mal findet das Red Bull Vogelfrei statt. Wie ist die Idee zur Veranstaltung entstanden und wie kommt man auf solche abgefahrenen Challenges?
Antwort Herr Auerwald:
Das Ganze ist im Winter 2013 entstanden. Wir waren schon länger mit Red Bull in Kontakt und haben immer mal wieder Sachen zusammen gemacht. Einmal waren wir Snowmobilfahren am Fichtelberg. Da kam die Idee einer Mofa-Rallye über die Alpen mit Vespas auf. Kurz vorher war ich auf einer Motorradmesse in Dresden, dort hatte ich ein Plakat zum nahenden 50. Geburtstag der Schwalbe gesehen. Da dachte ich mir: Wir brauchen keine Vespas, wir haben doch mit der Schwalbe den Klassiker im eigenen Land. Wir feiern also in Suhl den 50. Geburtstag der Schwalbe mit den Vogelfreunden. So war Red Bull Vogelfrei geboren. Die Challenges basieren übrigens auf dem legendären Sechs-Tage-Enduro-Rennen "Six Days". Zudem lassen wir uns immer wieder etwas Neues einfallen: So gab es dieses Jahr erstmals "Schlag den Simson-Star". Wir haben aber noch "G(eh)-Kraft", "Motoren-Weitwurf" und viele weitere Sachen.
Frage Schwalbepilot
Wie viele Fahrzeuge / Teilnehmer und wie viele Zuschauer werden dieses Jahr beim Red Bull Vogelfrei erwartet?
Antwort Herr Auerwald:
Red Bull Vogelfrei ist ein Teilnehmerevent, um allen einen schönen Tag zu bescheren. Die Teilnehmer sollen Spaß haben und sich freuen. Wir haben die Veranstaltung auf 300 Teilnehmer limitiert und waren ausverkauft. Zuschauerzahlen lassen sich nur schwer durch das weitläufige Gelände einschätzen. Wenn die bunte Herde durch die Ortschaften fährt, freuen sich jedenfalls sehr viele, die am Straßenrand stehen und winken. Das Wetter hat perfekt mitgespielt.
Frage Schwalbepilot
Welche Teilnehmer-Simson ist Ihnen als schönstes oder besonders aus der Masse hervorstechendes Fahrzeug in Erinnerung geblieben? (besonderer Umbau, Lackierungen etc.)?
Antwort Herr Auerwald:
Es waren viele lustige Mopeds dabei. Auch kreative Leute waren mit am Start. Einer von ihnen ist im Surfer-Look mit Flip-Flops und Muskelshirt gekommen - zudem hatte er ein Surfbrett an der Seite befestigt. Es waren auch viele Duos auf Basis der Schwalbe dabei. Lag wohl auch daran, weil die Lokalhelden Günther und Hindrich ebenfalls mit ihrem Duo mitgefahren sind.


Die Lokalhelden "Günther" und "Hindrich" mit ihrem DUO (Bild links) und ein Simsonfahrer mit seiner individuellen "Surfbrettschwalbe" (Bild rechts)
© www.RedBull.com / Marcel Lämmerhirt / Red Bull Content Pool
Frage Schwalbepilot Normalerweise sind Sie deutlich schneller unterwegs - was macht für Sie den Reiz am Moped fahren bzw. an der Entschleunigung aus?
Antwort Herr Bradl:
Dass die Tradition so weiterlebt, finde ich besonders toll, und es freut mich, dass ich einen Teil dazu beitragen kann, sie wieder aufleben zu lassen. Das Event in Kombination mit den Schwalben finde ich großartig, wenn Moderne und Tradition zusammenkommen. Es macht Spaß, so viele begeisterte, fröhliche Menschen zu sehen. Egal ob nun schnell oder langsam, alle teilen die Leidenschaft dafür.
Frage Schwalbepilot
Welche Situation vom Red Bull Vogelfrei, gerne auch aus den vergangenen Jahren, ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Antwort Herr Bradl:
Ich hatte die Ausfahrt bei der letzten Ausgabe mitgemacht. Das Ganze war überaus witzig, es war auch schön, die sehenswerte Landschaft in dem Umfeld hier kennenzulernen. Das entschleunigt, wenn man mal nicht aufs Handy schaut und stattdessen die schöne Umgebung und tolle Stimmung genießt.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und Ihre Zeit!
Abschließend wird deutlich, dass das Red Bull Vogelfrei auch 2024, nach langer Pause, ein voller Erfolg war.
So hat das Event auch gezeigt, dass die Simson-Community in Deutschland stets zusammenhält und einzelne Teilnehmer selbst noch so weite Anreisewege auf sich genommen haben, um Teil des Red Bull Vogelfrei sein zu können. Es wurde gefachsimpelt, sich ausgetauscht!
Eines hat das Event aber auch noch gezeigt - die solide Qualität der DDR-Mopeds. Selbst die ältesten Blechvögel mit enormer Laufleistung knattern noch immer problemlos über Deutschlands Straßen und auch eine solche Rundfahrt meistern sie mühelos.
Unter diesen Voraussetzungen wird es sicherlich auch 2025 wieder heißen - "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!" - Auf zum Sachsenring!
Antwort Herr Bradl:
Dass die Tradition so weiterlebt, finde ich besonders toll, und es freut mich, dass ich einen Teil dazu beitragen kann, sie wieder aufleben zu lassen. Das Event in Kombination mit den Schwalben finde ich großartig, wenn Moderne und Tradition zusammenkommen. Es macht Spaß, so viele begeisterte, fröhliche Menschen zu sehen. Egal ob nun schnell oder langsam, alle teilen die Leidenschaft dafür.
Frage Schwalbepilot
Welche Situation vom Red Bull Vogelfrei, gerne auch aus den vergangenen Jahren, ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Antwort Herr Bradl:
Ich hatte die Ausfahrt bei der letzten Ausgabe mitgemacht. Das Ganze war überaus witzig, es war auch schön, die sehenswerte Landschaft in dem Umfeld hier kennenzulernen. Das entschleunigt, wenn man mal nicht aufs Handy schaut und stattdessen die schöne Umgebung und tolle Stimmung genießt.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und Ihre Zeit!
Abschließend wird deutlich, dass das Red Bull Vogelfrei auch 2024, nach langer Pause, ein voller Erfolg war.
So hat das Event auch gezeigt, dass die Simson-Community in Deutschland stets zusammenhält und einzelne Teilnehmer selbst noch so weite Anreisewege auf sich genommen haben, um Teil des Red Bull Vogelfrei sein zu können. Es wurde gefachsimpelt, sich ausgetauscht!
Eines hat das Event aber auch noch gezeigt - die solide Qualität der DDR-Mopeds. Selbst die ältesten Blechvögel mit enormer Laufleistung knattern noch immer problemlos über Deutschlands Straßen und auch eine solche Rundfahrt meistern sie mühelos.
Unter diesen Voraussetzungen wird es sicherlich auch 2025 wieder heißen - "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!" - Auf zum Sachsenring!
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